DER BEGINN

Zu Beginn meiner Arbeit mit Fimo stellte ich Charakterpuppen her, mit denen ich Kunsthandwerkermärkte bereiste. Da ich im Laufe der Zeit viel von diesem Material verbrauchte, fragte ich bei dem Fimo-Vertrieb nach, ob ich die Knetmasse günstiger bekäme, wenn ich größere Mengen bestellen würde. Zudem wäre es ja auch Werbung für das Produkt, da ich auf den Ausstellungen regelmäßig öffentlich modellierte. Leider bekam ich eine Absage was den Preis betraf, erhielt dafür aber eine Warenprobe - meine Arbeiten hatten ihnen gut gefallen. Die "kleine" Warenprobe entpuppte sich als Riesenpaket; der Inhalt: sämtliche erhältliche Fimofarben!

 

DIE IDEE

Was sollte ich mit diesen ganzen Farben anfangen? Ich benötigte für meine Charakterpuppen lediglich die Hautfarbe! So entstand die Idee, Spielfiguren zu modellieren.

Menschärgerdichnicht z. B. benötigt rot, blau, gelb und grün. Jetzt stellte sich nur noch die Frage: Welche Figur möchte ich benutzen? Früher nähte ich lange Zeit Bären aus Mohair und anderen Naturstoffen (ich liebe Bären!).

Die Entscheidung war gefallen: Bären als Spielfiguren für Menschärgerdichnicht, Mühle, Dame, Schach, Backgammon usw.... Die Spielbretter waren runde, drehbare Käsebretter aus Holz, auf die ich per Airbrush das Spielfeld sprühte.

Trennen konnte ich mich manchmal nur schwer von diesen Spielen, jede einzelne Figur war ein Unikat und einige wuchsen mir ans Herz. So machte ich Fotos von den Bären.

 

DIE ERSTE KARTE

Der Verkauf war recht erfolgreich, und so hatte ich bald eine stattliche Sammlung von Bärenfotos auf meinem Computer. Beim Durchblättern der Bilder fiel mir ein lustiger Satz zu einem der Bärchen ein - die erste Postkarte war entstanden!

In kurzer Zeit hatte ich viele Fotos mit lustigen und frechen Sprüchen versehen. Ich fertigte Ausdrücke an, klebte sie auf Tonpapier und bot sie neben meinen Spielen auf dem Bremer Weihnachtsmarkt an.

 

DER ERFOLG

Der Erfolg war so überwältigend, daß ich mit dem Drucken kaum folgen konnte. Das wiederholte sich in den drei Jahren, in denen ich meinen Stand auf dem Weihnachtsmarkt hatte. Das war ein schönes Gefühl, ein Produkt herzustellen, welches die Menschen zum Lachen bringt!

 

DER TATZINO

Kurz nach dem 3. Markt wurde ich Lizenzgeberin für die Firma tatzino. Die Bären standen in den nächsten Jahren Modell für viele Produkte: Tassen, Brettchen, Taschen, Feuerzeuge, Magnete, Notizhefte und natürlich Karten.

 

DIE ZUKUNFT

Inzwischen ist das Produkt wieder ganz bei mir, ich habe die Möglichkeit, mich wieder auf das Wesentliche zu besinnen...

Ich wünsche mir, daß ihr mit dem kleinen Bären und seinen Freunden (auch der sehr frechen Meckerente!) genauso viel Freude habt wie ich.